Die Top 10 Tipps für das BWL Studium

Betriebswirtschaftslehre, kurz auch BWL genannt, ist der beliebteste Studiengang in Deutschland- fast 235.000 Studierende sind momentan an deutschen Hochschulen in diesem Studiengang eingeschrieben.

Kein Wunder, denn Akademiker mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen werden grundsätzlich in jedem Unternehmen und jeder Organisation gebraucht. Die Tätigkeitsbereiche sind dabei je nach Spezialisierung sehr vielfältig – vielleicht auch ein Grund, warum dieses Studium so viele interessierte Studenten anzieht. Das BWL Studium vermittelt dabei sowohl Grundlagenkenntnisse wie:

  • Mathematik, Statistik und Volkswirtschaftslehre
  • auch spezialisierte Inhalte wie:
    Marketing, Finanzwesen, Logistik, strategisches Management oder auch Personalwesen.

Im Fokus steht dabei immer, wie eine Unternehmen zum wirtschaftlichen Erfolg geführt werden kann.

Doch die große Masse an Studenten führt logischerweise auch zu einem großen Konkurrenzkampf zwischen den Absolventen – gerade für begehrte Jobs wie in bekannten Konzernen, Banken oder Unternehmensberatungen muss das Profil und der Lebenslauf stimmen. Da ist es natürlich wichtig, das Studium möglichst gut abzuschließen – der Lernaufwand wird im BWL Studium dabei gerade von Außenstehenden oft unterschätzt.

Richtig gute Noten bekommen meist nur wenige Prozent der Studierenden. Gerade deshalb ist es wichtig, richtig an das Studium heranzugehen und schon von Anfang an wertvolle Tipps zu befolgen.  Wir haben in der folgenden Bestenliste deshalb die top zehn Tipps zusammengefasst, mit denen man smart und erfolgreich durch das Studium und in den Job kommt.

Platz 10: Lese Wirtschaftsmagazine und -zeitungen

Das BWL Studium kann teilweise ganz schön theoretisch sein, und so manchmal fragt man sich als Student wann man die auswendig gelernte Theorie denn überhaupt anwenden soll. Für den Berufseinstieg ist es dagegen wichtig, ein Verständnis von realen wirtschaftlichen Zusammenhängen zu haben und auf dem neuesten Stand bezüglich der Entwicklungen im eigenen Fachgebiet und der Branche zu sein.

Daher sollte jeder BWL Student aktuelle wirtschaftliche Themen verfolgen und die Hintergründe verstehen – was man am besten durch das regelmäßige Lesen von Fachzeitschriften und Zeitungen erreicht werden kann. Für allgemeine wirtschaftliche und politische Themen eignen sich zum Beispiele anspruchsvolle Wirtschaftszeitungen wie „The Economist“, zusätzlich gibt es für jedes Fachgebiet Branchenmagazine, welche man je nach Spezialisierung lesen kann.

Platz 9: Mache einen Lernplan und lerne regelmäßig 

Es mag gegen die Natur von so manchen Studenten sein, sich frühzeitig vor den Klausuren einen Lernplan zu gestalten und diesen durch regelmäßiges Lernen auch einzuhalten. Wer es schafft diese Disziplin aufzubringen spart sich allerdings jede Menge Stress und kann ohne Panikausbrüche die Prüfungsphasen überstehen.

Denn meistens sind die Klausuren im Abstand von wenigen Tagen hintereinander getaktet, und wer dann erst eine Woche vorher beginnt zu lernen steht unter großem Lernstress – die Klausurenphase wird dann schnell zum Horror. Die Folge ist oft, dass Prüfungen auf das nächste Semester geschoben werden müssen oder nicht beziehungsweise nur schlecht bestanden werden. Wer regelmäßig lernt, kann sich das Gelernte übrigens auch langfristiger merken und vergisst es nicht wieder sofort nach der Prüfung – es lohnt sich also auf alle Fälle.

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Platz 8: Gehe nicht in jede Vorlesung 

Dieser Tipp mag kontraintuitiv klingen – doch wer sein Studium effizient hinter sich bringen will, sollte sich gut überlegen welche Vorlesungen wichtig sind und welche man sich getrost sparen kann. Grundsätzlich ist das Konzept der „Vorlesung“ pädagogisch gesehen ein Relikt aus dem Vergangenen Jahrtausend, als Professoren Inhalte vorgelesen hatten um sie den Studenten zu übermitteln.

Gerade wenn die Vorlesung vom Prof nur als notwendiges Übel betrachtet wird und dieser nur in monotoner Stimme Powerpoint-Folien vorliest, ist die man gedanklich schnell bei der nächsten Uni-Party und nach 1,5 Stunden weiß man nicht im Ansatz worum es eigentlich gerade ging.

Da ist es sinnvoller die Unterlagen selbstständig durchzuarbeiten und zu durchdenken – so kann man auch seine eigene Geschwindigkeit festlegen. Mein Tipp ist es, sich am Anfang des Semesters ein Bild jeder Vorlesung zu machen und zu prüfen, ob der Besuch einen Mehrwert hat. Auf jeden Fall sollte man aber Kontakt zu anderen Studenten halten und sich über eventuelle Ankündigungen, beispielsweise zur Klausur, zu informieren.

Platz 7: Übungen sind Pflicht

Sehr sinnvoll ist im BWL Studium dahingegen der regelmäßige Besuch von Übungen und Tutorien: Hier werden meist konkrete Übungen und Aufgaben behandelt und eingeübt, was enorm hilft den relevanten Stoff zu verinnerlichen. Die Aufgaben die in diesen Veranstaltungen behandelt werden, sind in ähnlicher Form dann oft auch in der Prüfung zu finden. Deshalb ist es bei der Prüfungsvorbereitung auch besonders wichtig, vollständige Übungsunterlagen zu haben.

Übrigens: da die Klausuren meist von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Professors erstellt werden, welche auch die Übungen halten, gibt es dort oft auch den ein oder anderen Insider-Tipp für die Prüfung. Ein Besuch lohnt sich also doppelt.

Platz 6: Lerne klausurorientiert

Es ist zwar sehr fleißig sich das langatmige 300-Seiten Buch des Professors gekauft und durchgelesen zu haben, doch am Ende hilft das dann eher dem Geldbeutel des Professors als der eigenen Klausurnote. Denn meistens werden die Prüfungen von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Professoren erstellt und korrigiert, und die orientieren sich eher an den Übungsinhalten oder an den Aufgabenstellungen der letzten Jahre.

Wer sich also möglichst effizient auf eine Prüfung vorbereiten will, sollte sehr genau nach Klausuren aus den vergangenen Semestern suchen und sich auf die Übungsaufgaben konzentrieren. Dabei kann es auch helfen sich mit älteren Semestern auszutauschen ob diese noch alte Klausuren haben, beispielsweise in Univereinen. Oft verraten wissenschaftliche Mitarbeiter auf Nachfrage auch, worauf man bei der Vorbereitung Wert legen soll.

Platz 5: Lerne die Basics des Finanzwesens

Basics des FinanzwesensViele Studenten haben eine große Abneigung gegenüber „trockenen“ Fächern wie Buchhaltung und Jahresabschluss. Doch wer die Grundlagen dieser Fächer beherrscht, wird immer davon profitieren.

Denn egal für welchen Berufsweg man sich entscheidet – ein grundlegendes Verständnis für finanziellen Aufbau eines Unternehmens in Form von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sollte zum Grundwissen eines jeden BWL Absolventen gehören und ist im Beruf immer von Vorteil.

Platz 4: Schreibe die Abschlussarbeit in deinem Wunschunternehmen

Es mag oft unkomplizierter sein über ein vorgegebenes Thema am Lehrstuhl seine Bachelor- oder Masterarbeit zu schreiben. Doch gerade wenn nach der Abschlussarbeit der Berufseinstieg geplant ist, kann es von großem Vorteil sein, schon eine wissenschaftliche Arbeit für das Wunschunternehmen verfasst zu haben. Denn die meisten Unternehmen sind relativ offen bei der Vergabe von Themen für Abschlussarbeiten, während die Bewerbung für eine Einstiegsposition ohne Kontakte oft sehr streng und formell gehandhabt wird. Wer eine wissenschaftliche Arbeit im Unternehmen schreibt, hat meist engen Kontakt zu dessen Mitarbeiten und Abteilungen und kann sich ein Netzwerk im Unternehmen aufbauen.

Schon während des Verfassens der Abschlussarbeit kann man sich intern so nach Stellen erkundigen und sein Netzwerk nutzen, um direkt im Anschluss an den Uniabschluss ohne langwierigen Bewerbungsprozess eine Einstiegsposition zu erhalten.

Platz 3: Mache ein Auslandssemester

Man kann gar nicht genug Gründe aufzählen, warum man während des BWL Studiums ein Auslandssemester absolvieren sollte. In den meisten Fällen ist es eine einmalige Gelegenheit und die wahrscheinliche beste Zeit des gesamten Studiums:

Man lernt eine neue Kultur und viele neue Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen, kann dabei an einer ausländischen Hochschule studieren und hat im Rahmen des Studiums meist jede Menge Zeit für Unternehmungen und um das Land und Leute kennen zu lernen. Denn in einem fremden Land zu leben und zu studieren ist nochmal etwas ganz Anderes als dort „nur“ Urlaub zu machen.

Je nachdem wie exotisch die Destination ist, desto stärker ist auch der Kulturschock und die kulturellen Unterschiede, die man überwinden muss. Doch genau die Fähigkeit solche Situationen zu überwinden führen auch zu einer persönlichen Weiterentwicklung, welche die eigene Selbstständigkeit und Problemlösungskompetenz erhöhen.

Viele Unternehmen fordern inzwischen eine Auslandserfahrung der Bewerber, da dies die Bereitschaft zeigt, sich neuen Situationen zu öffnen und auch mit fremden Kulturen zusammen zu arbeiten. In der globalisierten Wirtschaft von heute ist dies eine sehr wichtige Eigenschaft. Also – nichts wie weg!

Platz 2: Spezialisiere Dich frühzeitig auf eine Fachrichtung

BWL ist ein Studienfach mit sehr vielen Facetten und Fachrichtungen. Und jedes Jahr gibt es unzählige Absolventen, die auf den Arbeitsmarkt strömen. Man sollte sich also genau überlegen, wo im Fach die eigenen Interessen und Stärken liegen und in welche Richtung man sich spezialisieren will.

Es empfiehlt sich diesen Schwerpunkt bereits gegen Ende des Bachelorstudiums zu wählen und sich ein tiefergehendes Wissen in diesem Bereich anzueignen. Denn in der heutigen hochspezialisierten Wirtschaft zählt vor allem Spezialwissen, und viele Unternehmen suchen gezielt Absolventen mit fundiertem Fachwissen in Richtungen wie Marketing, Finanzwesen oder Logistik.

Wer an das Bachelorstudium noch einen Master anhängen will, sollte sich in diesem dann endgültig auf einen Bereich konzentrieren – meistens sind die Masterstudiengänge auch darauf ausgelegt.

Platz 1: Absolviere Praktika 

In fast keinem anderen Studiengang hat die praktische Erfahrung eine so große Bedeutung wie im BWL Studiengang. Wer als Absolvent noch nie ein Unternehmen von innen gesehen hat, wird es sehr schwer haben bei der Jobsuche von sich zu überzeugen. Diese Entwicklung ist nicht ganz unbegründet, denn gerade im oft sehr theoretischen BWL Studium ist es von enormer Bedeutung, das Gelernte auch schon einmal in der Praxis angewendet zu haben – dabei lernt man oft mehr als im Studium. Wichtig ist hier auch, die Praktika nach den Schwerpunkten zu wählen, die man im Studium belegt und die man langfristig verfolgen will. Das hilft gleichzeitig bei der Orientierung.

Wer also beispielsweise überlegt einen Marketingschwerpunkt zu wählen, sollte zuvor eventuell ein Praktikum in einer Marketingabteilung oder einer Agentur absolvieren, um zu sehen, ob die Arbeitsweise und die Inhalte den eigenen Vorstellungen entspricht. Bei der Auswahl der Praktika sollte man strikt darauf achten, dass auch wirklich der Lerneffekt beim Unternehmen im Vordergrund steht und man nicht nur als billige Arbeitskraft gesehen wird. Dazu gehört beispielsweise auch ein Mindestmaß an Bezahlung.

Unser Fazit

Wenn Ihr die Tipps aus unserer Bestenliste im BWL Studium beachtet, kommt Ihr entspannt und erfolgreich durch das Studium und habt gleichzeitig noch eine super Zeit.

Habt Ihr weitere Tipps die bei Euch besonders gut funktioniert haben? Dann schreibt uns gerne eine E-Mail oder kommentiert diesen Artikel!

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