
Ein Problem für den Zahn tritt zum Beispiel auf, sobald am Zahnschmelz Schäden entstehen. Dann können die Nerven gereizt werden, was mit Beschwerden verbunden sein kann. Irritationen der Nervenfasern sind beispielsweise durch das Eindringen von Bakterien möglich. Auch Verletzungen können Zahnschmerzen zur Folge haben.
Bevor starke Schmerzen auftreten, kommt es oft vor, dass ein einzelner Zahn empfindlich auf Wärme, Kälte oder Zucker reagiert. Diese Beschwerden sollten ernst genommen werden, denn sie weisen darauf hin, dass eine schwerere Schädigung vorliegen könnte. Auch Karies ist eine häufige Ursache für das Auftreten von Beschwerden. Eine unbehandelte Karies kann in das Innere des Zahns vordringen, wo sich die empfindlichen Nerven befinden.
Eine Entzündung des Zahnfleischs, die als Parodontitis bezeichnet wird, ist ebenfalls in der Lage, Schmerzen auszulösen, was häufig bei leichteren Entzündungen der Fall sein kann. Eine stärkere Zahnfleischentzündung verläuft häufig beschwerdefrei.
Es gibt also ganz verschiedene Ursachen für schmerzende Zähne. In den meisten Fällen liegt jedoch ein Problem am Zahn vor. Eine Entzündung des Zahnnervs kann beispielsweise eine Ursache für die Schmerzen sein. Probleme im Mund- und Kieferbereich können ebenfalls zu Beschwerden führen. Es ist auch möglich, dass Zahnschmerzen mit Erkrankungen zusammenhängen, die von anderen Bereichen des Körpers ausgehen. Dazu zählen beispielsweise Entzündungen der Nasennebenhöhlen, aber auch Mittelohrentzündungen. In seltenen Fällen können die Zahnschmerzen im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt stehen.
Beschwerden, die die Zähne betreffen, werden oft sehr unangenehm. Besonders effektiv lassen sie sich mit Hilfe eines Zahnarztbesuchs bekämpfen. Manchmal ist es aber nicht möglich, sofort zum Arzt zu gehen, wenn die Schmerzen auftreten. Dann können einige Erfolg versprechende Tipps dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern.
Top 10 Mittel gegen Zahnweh
Soviel also vorweg als Einleitung. Im Folgenden habe ich die meiner Meinung nach zehn besten Tipps gegen Zahnschmerzen aufgelistet, bei denen es sich um handelsübliche Haushaltsmittel handelt. Denn gerade darum geht es ja: schnelle Bekämpfung von punktuellen und scharfen Zahnschmerz.
Platz 10: Weizengras
Um den Schmerz zu bekämpfen, wird etwas Weizengras in den Mund genommen, um im Bereich des betroffenen Zahns darauf herumzukauen. Das hat den Effekt, dass der im Weizengras enthaltene Saft an die schmerzende Stelle im Mund gelangt.
Die Wirkstoffe dieser Pflanze, die das Bakterienwachstum hemmen sollen, aber auch entzündungshemmend wirken, tragen dazu bei, dass Weizengras zu den bewährten und beliebtesten Hausmittelchen zählt, wenn Zahnschmerzen auftreten.
Platz 9: Fluoridhaltige Zahnpasta
Innerhalb eines absehbaren Zeitraums sollte aber ein Zahnarzt aufgesucht werden, denn freiliegende Zahnhälse sind anfällig für Karies. Ein Tipp: besonders schütztend wirkt sich wohl Elmex Gelee aus. Diese sollte aber nur der Packunsbeilage entsprechend verwendet werden. Wird eine handelsübliche Zahnpasta verwendet, sollte diese zumindest einen Fluorid-Gehalt von 1450ppm aufweisen.
Platz 8: Zwiebelstücke
Eine klein geschnittene Zwiebel wird in ein Tuch gewickelt und dann als Zwiebelpackung gegen die Wange gehalten.
Es ist auch möglich, eine Zwiebelscheibe direkt auf den betroffenen Zahn zu legen. Zwiebeln enthalten viele ätherische Öle und entfalten dadurch ihre lindernde Wirkung.
Platz 7: Spitzwegerich
Da Spitzwegerich eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat, ist es möglich, ihn beim Auftreten von Zahnschmerzen einzusetzen. Dazu sollte eine Wurzel gekaut werden, die sowohl gekocht als auch roh sein kann.
Das Kauen von Blättern dieser Pflanze ist ebenfalls möglich. Aus den Blättern des Spitzwegerichs kann außerdem ein Tee zum Gurgeln zubereitet werden.
Platz 6: Tee
Kräutertees, die Kamille, Salbei und Pfefferminze enthalten, sind ein beliebtes Hausmittel zur Linderung von Zahnschmerzen. Der Tee wird zum Spülen verwendet. Wenn im Mundraum offene Stellen vorhanden sind, ist das Spülen vorteilhafter als der Einsatz von Gewürzen oder Ölen.
Nach medizinischen Eingriffen sollte der Patient sich an die Anweisungen des Arztes halten und nicht ohne sein Einverständnis zu Hausmitteln greifen.
Platz 5: Salzwasser
Ein sehr einfach herzustellendes und gleichzeitig effektives Hausmittel gegen Zahnschmerzen ist Salzwasser. Dazu wird eine größere Portion Salz in ein Glas Wasser geschüttet, das warm sein sollte.
Es ist wichtig, das das Wasser warm ist, denn die Wärme sorgt dafür, dass sich die Salzkristalle auflösen. Dadurch kann der Zahn nicht durch das Salz geschädigt werden. Einige Minuten lang wird der Mund mit dem Salzwasser ausgespült, was lindernd wirkt.
Platz 4: Teebaumöl
Teebaumöl wird zur Bekämpfung ganz verschiedener Beschwerden verwendet und kommt auch bei Zahnschmerzen zum Einsatz.
Im Foto ist der Teebaum zu sehen, aus dem das schmerzlindernde Öl gewonnen wird.
Platz 3: Nelkenöl
Um eine lindernde Wirkung zu erzielen, wird das Öl auf die betroffene Stelle aufgetragen. Es ist auch möglich, auf einer Nelke zu kauen, wenn das Öl nicht verfügbar ist. Nelkenöl wirkt antibakteriell.
Doch Obacht: Schwangere sollten auf dieses Mittel verzichten, da es Wehen auslösen kann. Gerade diese Personengruppe sollte jedenfalls fachlichen Rat beiziehen.
Platz 2: Kälte
Sehr hilfreich kann es sein, die betroffene Wange zu kühlen. Dazu wird ein feuchter Lappen oder eine kalte Gelpackung an die schmerzende Backe gehalten. Eine Packung, die im Gefrierfach gekühlt wurde, sollte aber nie direkt mit der Haut in Kontakt kommen.
Dies kann dazu führen, dass die Hautoberfläche geschädigt wird. Es ist daher sinnvoll, die kalte Packung mit einem Tuch zu umwickeln.
Platz 1: Schmerzmittel
Die Medikamente verhelfen zwar zur schnellen Linderung der Schmerzen, sollten aber nur kurzfristig eingesetzt werden, bis ein Zahnarzt aufgesucht werden kann. Auch hier gilt es natürlich die Packungsbeilage zu beachten und genau zu befolgen – wenn anderslautende ärztliche Hinweise nicht dagegen sprechen.