Die Top 10 der flächengrößten Staaten der Welt

Staaten auf einer Landkarte

Welcher Staat ist der größte?

Wer die größten Länder der Erde nennen möchte, muss sich erst einmal fragen, in welcher Hinsicht. Denn das flächengrößte Land ist nicht automatisch auch das bevölkerungsreichste Land der Erde. Insgesamt gibt es beim heutigen Stand 194 Staaten.

Alle Länder zusammen kommen auf eine Fläche von rund 134.611.347 Quadratkilometer. Deutschland nimmt dabei nur einen sehr kleinen Bereich ein, nämlich 357.340 Quadratkilometer. Damit schafft es die Bundesrepublik gerade einmal auf Platz 62 der größten Länder der Erde.

Was übrigens kaum jemand weiß: Vom Prinzip her müsste die Antarktis den Platz 2 auf der Skala der größten Länder einnehmen, denn sie besitzt eine Land- und Eisfläche von insgesamt rund 14.000.000 Quadratkilometer, also nur 3.000.000 Quadratkilometer weniger als das größte Land dieser Erde. Sie besitzt jedoch einen Sonderstatus, da es Gebietsansprüche von insgesamt 7 Staaten auf Teile der antarktischen Land- und Eismassen gibt. Daher kann die Antarktis keinem einzelnen Staat zugeteilt werden und fällt dementsprechend auch aus der Listung der größten Länder der Erde heraus.

Während inzwischen allgemein bekannt ist, dass der Kirchenstaat Vatikan inmitten der italienischen Hauptstadt Rom mit gerade man 0,44 Quadratmetern das kleinste Land der Erde ist, so kann jedoch nicht jeder Befragte auch mit Sicherheit die größten Länder dieser Erde aufzählen. Hier sind Platz 10 bis Platz 1 der größten Länder der Erde.

Platz 10: Algerien mit 2.381.741 Quadratmetern

Die demokratische Volksrepublik Algerien liegt im Nordwesten von Afrika und steht mit seinen rund 40,4 Millionen Einwohnern an 8. Stelle der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Die Amtssprache ist Arabisch, es wird jedoch auch Französisch oder Tamazight gesprochen. Bezahlt wird in der Währung „Algerischer Dinar“.

Die Wirtschaft des Landes hängt stark von dem Export von Erdöl und Erdgas ab. Dank der steigenden Nachfrage in den letzten Jahren konnte sich das Land einen relativ hohen Lebensstandard erwirtschaften. Das führte unter anderem zu einem geschätzten Bevölkerungswachstum von rund 1,8%.

Algerien wird durchzogen von 2 Gebirgsketten und landschaftlich schönen Hochebenen. Aber auch algerische Wüstengebiete und fruchtbare Küstenstreifen sorgen hier für Abwechslung. Wer seinen Urlaub in Algerien verbringen möchte, sollte wissen, dass das Land auf zwei tektonischen Platten liegt, der afrikanischen und der eurasischen Platte. Das bedeutet, dass es jederzeit zu Erdbeben kommen kann. In den letzten 50 Jahren kamen so 4.500 Menschen ums Leben.

Deutsche Reisende benötigen für die Einreise ein Visum und einen gültigen Reisepass. Devisen sind beim Zoll vorzuzeigen.

Platz 9: Kasachstan mit 2.724.900 Quadratmetern

Ein für den Tourismus bisher kaum gefragtes Land liegt in Zentral-Asien. Das ist schade, denn das Land verfügt über eine gemäßigte Klimazone, die mit den durchschnittlichen Temperaturen in Europa vergleichbar sind und eine stellenweise recht bemerkenswerte Landschaft.

Die Einwohnerzahl liegt bei 18.360.000 pro Quadratkilometern, die Lebenserwartung bei durchschnittlich 71 Jahren. Die Währung des Landes ist Tenge (KZT), gesprochen wird in Kazakh und vielerorts in Russisch.

Wirtschaftlich gesehen liegt Kasachstan wegen der hohen Nachfrage für die Hauptexportgüter Öl und Metalle ganz gut da, jedoch ist der Export in letzter Zeit rückläufig.

Geografisch gesehen kann der Staat mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften ausgestattet. Neben weiten Ebenen, flachen Tälern und niederen Bergen kommen auch hohe Gebirge und sumpfige Landschaften vor. Sogar mit Steppen und Wüsten kann Kasachstan vorweisen. Die Flora und Fauna konnte sich in den vielerorts menschenleeren Gegenden ungestört und mannigfaltig entwickeln. Ein Grund dafür ist der größtenteils noch nicht erschlossene Tourismus. Wer die Natur liebt und Ruhe sucht, ist hier bestens aufgehoben.

Zur Einreise wird ein gültiger Reisepass benötigt, bei dem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen entfällt die Visapflicht.

Platz 8: Argentinien mit 2.780.400 Quadratmetern

Wer an Argentinien denkt, denkt in erster Linie an Fußball und Tango. Dabei hat diese Bundesrepublik noch einiges mehr zu bieten. Argentinien liegt an der unteren Spitze von Südamerika. Die Landessprache der rund 43 Millionen Einwohner ist Spanisch, bezahlt wird mit dem argentinischen Peso. Das Bruttosozialeinkommen bestreitet Argentinien zum großen Teil aus der Landwirtschaft und den daraus entstehenden Industrien. Der Export allerlei Nahrungsgüter in die USA und der restlichen Welt ist essenziell für die Wirtschaft des Landes.

Typische Landschaften sind Hochebenen und seichte Berge, das Klima reicht von tropisch bis hin zu subantarktisch. Trotz der umwerfenden und unberührten Landschaften sind weite Flächen von Argentinien noch nicht vom Tourismus erschlossen. Nur in den Städten findet man viele Reisende, die unter anderem das bunte und kulturelle Angebot genießen. Wer außerhalb der Ballungsgebiete unterwegs sein möchte, ist größtenteils auf sich selbst gestellt. Jedoch ist die Bevölkerung abseits der Zivilisation recht freundlich und aufgeschlossen Fremden gegenüber. Für die Reise wird ein gültiger Reisepass benötigt und in manchen Fällen auch der Nachweis über ein Rückflugticket.

Platz 7: Indien mit 3.287.263 Quadratmetern

Indien liegt in Südasien und ist auf dem 2. Platz der bevölkerungsreichsten Länder. Der Großteil der 1,31 Millionen Einwohner sind bettelarm, trotz der in den letzten Jahren stark beschleunigten Wirtschaftswachstums. Vom Aufschwung der Wirtschaft profitieren jedoch nur die Einwohner in den Ballungsgebieten. Fast 60% der Bevölkerung bestreiten jedoch ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft. Da wegen der schonungslosen Überfischung der Küsten die Fänge stark rückläufig wurden, begann man mit der Zucht von Garnelen. Inzwischen stammt jede 2. weltweit gekaufte Garnele aus Indien.

Indien wird aus 29 Bundesstaaten gebildet. Die Amtssprache ist Hindi, Touristen können sich aber fast überall auch in Englisch verständlich machen. Die offizielle Währung ist die indische Rupie.
Im Norden liegt ein Teil des Gebirges „Himalaya“. Es schließt sich die „Große Ebene“ mit dem Fluss „Ganges“ an, der Lebensader Indiens. Die „Nordindische Ebene“ zählt zu den fruchtbarsten Regionen des Landes. Mehr als die Hälfte Indiens wird von dem „Dekkhanhochland“ überzogen. Im Grenzgebiet zu Pakistan bestimmen die Tonebenen und Sandflächen der Wüste „Thar“ das Landschaftsbild.

Für die Einreise wird ein gültiger Reisepass oder ein vorläufiger Reisepass sowie ein Visum benötigt. Da es immer wieder zu Unruhen und Aufständen kommt, sollte man vor Reisebeginn die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beachten. Besonders Frauen sollten nie alleine unterwegs sein und Menschengruppen meiden.

Platz 6: Australien mit 7.741.220 Quadratmetern

Obwohl Australien auf der Südhalbkugel in etwa 14.465.53 Kilometern Entfernung (Luftlinie) liegt, weiß wohl jeder Deutsche etwas über den Kontinent zu berichten. Australien ist der kleinste Kontinent, liegt jedoch auf Platz 6 der flächengrößten Länder der Welt. Die Gesamtbevölkerung Australiens beträgt rund 24,4 Millionen Einwohner. Die Ureinwohner nennen sich Aborigines. Der Name leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „von Beginn an“.

Wirtschaftlich gesehen zählt Australien mit der niedrigen Arbeitslosenrate und einem durchschnittlichen Verdienst von fast 43.000 US-Dollar zu den wirtschaftlich stärksten Nationen überhaupt. Wegen des hohen Lebensstandards ist Australien ein interessantes Auswandererland, auch für immer mehr Deutsche. Eine eigene Amtssprache gibt es nicht, gesprochen wird allerorts Englisch. Die Währung ist der australische Dollar.

Da Australien von der restlichen Welt durch den indischen und pazifischen Ozean abgeschlossen ist, konnte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna einwickeln, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Dazu zählen Beuteltiere wie das Känguru, der niedliche Koala oder das Eier legende Schnabeltier.

Australien ist ein beliebtes Reiseland. Benötigt werden für die Einreise einen Reisepass sowie ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA).

Platz 5: Brasilien mit 8.514.877 Quadratmetern

Brasilien ist sowohl flächenmäßig als auch bevölkerungstechnisch gesehen das 5. größte Land der Erde. Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei rund 206,1 Millionen. Gesprochen wird Englisch, die Amtssprache Portugiesisch und die Währung ist der Brasilianischen Real.

Die zahlreichen Urlauber in den Touristenzentren können sich kaum vorstellen, dass sich das Land seit geraumer Zeit in einem wirtschaftlichen Ausnahmezustand befindet und den Großteil der Bevölkerung in Armut stürzt. Und die Wirtschaftsleistung ist weiterhin rückläufig. Gleichzeitig steigen die Preise im Land selbst zügig an. Auch höhere Zinsen drücken den Konsum.

Eine große Anzahl der Bevölkerung lebt wegen der Armut deshalb in sogenannten Favelas, den Elendsvierteln Brasiliens. Von einem Besuch in diesen Wohngegenden ohne ortskundige Begleitung wird abgeraten, da hier die Kriminalitätsrate sehr hoch ist und ein Menschenleben nicht besonders viel wert ist.

Australien ist in unterschiedliche Klimazonen gegliedert. Etwa 2 Fünftel des Landes liegen in den Tropen und wird vom Regenwald bis hin zu weiten Savannen bestimmt. Im Inneren des Kontinents findet man ausschließlich Plateaus mit Wüsten und Halbwüsten. Im Gegensatz hierzu sind fast alle Gebiete an der Küste besonders fruchtbar. Des Weiteren gibt es die australischen Alpen.

Für die Einreise nach Australien sind ein Visum und ein gültiger Reisepass erforderlich.

Platz 4: China mit 9.596.960 Quadratmetern

Die Volksrepublik China ist mit mehr als 1,37 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde. Damit liegt die Bevölkerungsdichte bei rund 144 Einwohner pro Quadratkilometer. Das Land gliedert sich in 22 Provinzen. Die Amtssprache ist Chinesisch, weite oft gesprochen wird Englisch, Kantonesisch und Portugiesisch. Die Währung ist Renminbi.

Dank der neuesten Technologien, der hohen Einwohnerzahlen und der aufopferungsvollen Arbeitsmoral produziert China weit mehr, als es verbraucht und kann somit einen großen Anteil exportieren. Die Industrie, der Einzelhandel und der Bau boomen. Besonders der Automarkt hat stark an Wachstum zugenommen.

Chinas Landschaften sind vielfältig und abwechslungsreich. Dasselbe gilt für das Klima, welches je nach Lage von subarktisch bis tropisch reicht. Im Nordwesten zeichnen sich Wüsten ab, im Südwesten thront die höchsten Spitze der Welt, der Himalaya.

Im Osten gibt es hauptsächlich flach gelegenen Hügel, mittig bezaubern breite Ebenen und romantische Flußtäler.

Auch der Tourismus boomt dank der Jahrhunderte alten buddhistischen Tempeln und kaiserliche Bauten. Für die Einreise benötigen Touristen einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und ein Visum, welches rechtzeitig genug beantragt werden sollte.

Platz 3: USA mit 9.826.675 Quadratmetern

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine sogenannte föderale Republik und besteht aus 50 Bundesstaaten und zahlreichen Inselterritorien. Die Staatsform ist liberal-demokratisch mit einem präsidentiellen Regierungssystem. Mit seinen rund 325,6 Millionen Einwohnern und der größten Volkswirtschaft der Welt ist Amerika ein sehr beliebtes Einwanderungsland.

Als größte Volkswirtschaft der Welt handeln die Vereinigten Staaten mit fast jedem anderen Land der Erde. Da jedoch seit Jahren mehr eingekauft als verkauft wird, entstand ein Minus und der Schuldenberg wuchs. Mit der neuen Regierung unter Donald Trump soll dies nun anders werden.

Die 4 hauptsächlichen Landschaftstypen der USA sind die Küstenebenen am Atlantik, der Appalachengebirgszug sowie die Inneren Ebenen und die Nordamerikanischen Kordilleren. Ein großer Teil der USA wird von Bäumen besiedelt, jedoch mussten die ursprünglichen Wälder in vielen Gebieten einem wirtschaftlich genutzten schnellwüchsigen Plantagen weichen. In Amerika findet man sowohl immergrüne Regenwälder als auch gemäßigte Klimazonen bis hin zu Trockensteppen und den großen Wüsten und Halbwüsten. Dank der großen Nationalparks ist die Artenvielfalt der Tiere weitestgehend gefestigt. Es gibt etwa 90.000 unterschiedliche Insekten und 750 Vogelarten. Sie teilen sich das Land mit 500 Amphibien- und Reptilienarten sowie rund 400 verschiedenen Arten von Säugetieren.

Selbst, wer nur als Tourist für einen Urlaub in die USA einreisen möchte, muss eine Vielzahl an Formularen ausfüllen und die verschärften Einreisebedingungen beachten. Da diese sich je nach politischer Situation ändern können, sollte vor dem Antritt der Reise nicht nur der benötigte Reisepass auf seine Gültigkeit überprüft werden, sondern rechtzeitig im Auswärtigen Amt nach den zurzeit gültigen Bestimmungen nachfragen.

Platz 2: Kanada mit 9.984.670 Quadratmetern

Das zweitgrößte Land der Welt grenzt im Süden an die USA an und liegt zwischen 3 Weltmeeren. Im Osten dem Atlantik, im Westen dem Pazifik und im Norden dem Arktischen Ozean. Mit seinen rund 36,2 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 9,98 Millionen Quadratkilometern ist Kanada eher dünn besiedelt. Große Teile des Landes werden durch die atemberaubenden wechselnden Landschaften ohne Besiedelung geprägt. Daher konnte sich hier eine vielfältige Flora und Fauna entwickeln.

In Kanada wird hauptsächlich Englisch gesprochen und mit dem Kanadischen Dollar bezahlt.
Die immensen Rohstoffe und der internationale Handel ließen das Land zu einem der wohlhabendsten Staaten dieser Erde werden. Weite Teile von Kanada werden inzwischen landwirtschaftlich genutzt, riesige Anbauflächen für Weizen machen Kanada zur Kornkammer Amerikas. Daneben sind die Rinderzucht und die Fischerei ein fester Bestandteil der Wirtschaft. Zusammen mit dem Autohandel und verschiedenen Dienstleistungen konnte Kanada auch die letzte Wirtschaftskrise einigermaßen gut überstehen.

Kanada ist sich seiner einzigartigen Natur durchaus bewusst und hat inzwischen 44 Nationalparks erstellt, um die Tier- und Pflanzenwelt auch für kommende Generationen zu sichern. Weitere 15 Nationalparks sind in Vorbereitung. Alle Schutzgebiete sind so angelegt, dass sie sowohl der Bevölkerung in ballungsreichen Gebieten zugute kommen oder auch in abgelegenen und menschenleeren Bereichen liegen.

Für Kanada besteht momentan keine Visapflicht für deutsche Staatsbürger, es wird jedoch die „eTA“ genannte Reiseerlaubnis (Electronic Travel Authorization) sowie der Reisepass benötigt.

Platz 1: Russland mit 17.098.242 Quadratmetern

Genau wie die USA ist auch Russland ein interkontinentaler, föderativer Staat, also ein Zusammenschluss mehrerer Teilstaaten. Russland oder auch die Russische Föderation liegt im nordöstlichen Eurasien. Auf einer Fläche von 17.100.000 Quadratkilometern wohnen insgesamt 146,3 Millionen Menschen, zum Teil, besonders in abgelegenen Gegenden, in Armut. Dagegen hat sich besonders in den Ballungsgebieten ein gewisser Standard gefestigt. Ein Drittel des Wohlstandes befindet sich in der Hand einiger weniger Millionäre und Milliardäre, während der Rest des Landes den Gürtel immer enger schnallen muss. Gesprochen wird Russisch, die Währung ist der Rubel.

Russland profitiert von seinen Rohstoffe und die billigen Arbeitskräfte. Besonders Erdöl und Erdgas trägt zum Reichtum bei.

Russland kann jedem Naturliebhaber ein faszinierendes Urlaubsziel bieten, dank der abwechslungsreichen Flora und Fauna. Immer mehr Touristen erkennen der Wert von unberührten Berglandschaften, kristallklaren Seen, Wäldern oder der arktischen Tundra.

Für die Einreise oder den Transitverkehr wird ein drei Monate über die Reise hinaus gültiger Reisepass und ein Visum benötigt.

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